Christian Eisert

Was ist eigentlich Nordkorea?

Nordkorea liegt in Ostasien und ist der nördliche Teil der koreanischen Halbinsel. Im Norden grenzen China, im Nordosten Russland, im Westen das Gelbe Meer und im Osten das Japanische Meer an. Im Süden bildet die demilitarisierte Zone die Grenze zu Südkorea.

Offiziell heißt Nordkorea „Demokratische Volksrepublik Korea“. Allerdings wird es seit 1948 diktatorisch regiert. Nordkorea gilt als das weltweit restriktivste politische System, in dem kleinste Vergehen hart bestraft werden. Schätzungsweise 200.000 Menschen sind in Arbeitslagern inhaftiert. Misshandlungen, Folter und Tod, häufig durch Verhungern, bestimmen den Lageralltag.

Einreisende Ausländer werden immer mal wieder unter dem Vorwurf der Spionage inhaftiert und als Druckmittel gegenüber dem Westen benutzt.

Das Alltagsleben der rund 24 Millionen Nordkoreaner ist bestimmt durch Führerkult, unzureichende Versorgung mit dem Lebensnotwendigen und Bespitzelung. Mit 1,2 Millionen Soldaten unterhält Nordkorea im Verhältnis zur Bevölkerung die mit Abstand größte Berufsarmee der Welt. Vermutlich verfügt das Land über Atomwaffen.

Landschaftlich zeichnet sich Nordkorea durch zahlreiche unwegsame Gebirge aus, wo vereinzelt Bären und Tiger durch die Wälder streifen. Dicht besiedelt sind vor allem die Küstenregionen im Osten und Westen.

Die vier Jahreszeiten sind ausgeprägt, die Sommer Nordkoreas sind kurz, heiß und feucht, die Winter kalt und schneereich, Temperaturen bis -30 Grad nicht selten.

Durch langanhaltende Regenfälle kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen. Die daraus resultierenden Missernten verschlimmern die Versorgungslage.

Bis 1975 lag das Pro-Kopf-Einkommen Nordkoreas über dem Südkoreas. Weltweit begehrtes Export-Produkt Nordkoreas ist Ginseng. Die nordkoreanischen Zirkusartisten gehören zur Weltspitze.